Inselhopping auf den Kykladen

Griechenland ist ein beliebtes Ziel vor allem für alle Sonnenanbeter, denn im Land gibt es unzählige Strände und verborgene Buchten, die einen entspannten Badeurlaub ermöglichen. Beachtlich ist auch die Anzahl an griechischen Inseln, auf welchen ebenfalls entspannte Ferien möglich sind. Die bekanntesten griechischen Inseln sind die sogenannten Kykladen. Hierbei handelt es sich um eine Inselgruppe aus mehr als 30 Inseln, die sich an der Ägäis befindet. Die bekanntesten zu den Kykladen gehörenden Inseln sind Mykonos, Santorin, Naxos und Paros. Damit man seine Ferien nicht nur auf einer dieser Inseln verbringen muss, bieten zahlreiche Reiseveranstalter das sogenannte Inselhopping an. So "hüpft" man praktisch von einer Insel auf die andere und lernt die einzelnen Sehenswürdigkeiten der Inseln gut

kennen. Immerhin hat jedes der Eilande seinen ganz eigenen Charme und Reiz und lohnt unbedingt eine Besichtigung. Da die Inseln sehr nah beieinander liegen, sind diese mit der Fähre innerhalb kürzester Zeit erreicht. Einige Tage Aufenthalt genügen bereits und man hat die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des jeweiligen Eilandes entdeckt. Das Inselhüpfen ist besonders bei jüngeren Urlaubern sehr beliebt, da es verhältnismäßig preiswert ist und man viel zu sehen bekommt. Einen Strandurlaub kann man auf nahezu jeder der Kykladeninseln gut verleben, doch die meisten der Inseln sind auch bei Wanderfreunden sehr beliebt. Immerhin sind die meisten Kykladeninseln recht gebirgig und - mit Ausnahme von Naxos - recht karg. Ausgedehnte Waldlandschaften wie in Deutschland findet man auf diesen griechischen Inseln kaum.

Anreise

Plant man Ferien auf den Kykladeninseln, sollte man wissen, dass eine Direktanreise per Flugzeug nur auf die Inseln Mykonos und Santorini möglich ist. Gut kann man aber auch bis nach Kreta oder zur griechischen Hauptstadt Athen fliegen und von dort aus wahlweise die Fähre oder aber einen Inlandsflug auf die Kykladen nehmen. Fähren und deren Anbieter für das Inselhüpfen gibt es genügend - die meisten dieser Fähren transportieren übrigens nicht nur die Passagiere, sondern auch Fahrzeuge. So kann man getrost sein Auto mit auf eine der Kykladeninseln nehmen und ist damit recht mobil. Bereits die Fahrt mit der Fähre ist ein echtes Erlebnis. Diese schippern - im Gegensatz zu den recht rasanten Katamaranen - ruhig und gemütlich über die See. So kann man sich auf dem Meer entspannen und gespannt sein, welche Sehenswürdigkeiten und Freizeitaktivitäten auf der nächsten Insel warten.
14 Tage sollte man für solch eine Urlaubsreise mindestens einplanen, denn nur so hat man wirklich genügend Zeit und kann auf jeder der Inseln einige schöne Urlaubstage verleben.

Beste Reisezeit

Hauptsaison auf den Kykladeninseln sind die Monate von Mai bis Oktober. Zu dieser Zeit leben die Inseln vom Tourismus und alle Hotels sind gut ausgebucht. In den Monaten Juli und August sind Temperaturen von über 40 Grad Celsius auf den Inseln keine Seltenheit; dies sollte man in seiner Urlaubsplanung bedenken. Da auf den Inseln aber ständig frische Winde wehen, sind auch diese hohen Temperaturen recht gut auszuhalten.

Mykonos

Die wohl bekannteste Insel in der Ägäis ist Mykonos. Auf keiner anderen Insel in der Ägäis findet man so zahlreiche und vor allem traumhafte Strände. Einem entspannten Badeurlaub steht auf Mykonos nichts im Wege, allerdings ist die Insel recht teuer. Kein Wunder also, dass hier vor allem die Reichen und Schönen gerne Ferien machen.
Hauptstadt dieser Insel ist Mykonos Stadt, auch bekannt unter dem Namen Chora. Charakteristisch sind hier die unzähligen Häuser in Würfelform, die allesamt mit blauen Fensterläden versehen sind - ein ganz typisches Fotomotiv für die griechischen Inseln. Die Innenstadt von Mykonos wird auch gerne als "Klein Venedig" bezeichnet - in den Sommermonaten allerdings ist diese hoffnungslos überfüllt. Gut kann man sich hier in einem der unzähligen Cafés oder Restaurants ausruhen oder ein hübsches Andenken in einem der Souvenirläden erstehen.
Wahrzeichen der Insel Mykonos und ebenfalls ein beliebtes Fotomotiv sind die bekannten "Fünf Windmühlen" - wahrlich der Inbegriff der Kykladenromantik. Auf der ganzen Insel verteilt gibt es etliche Windmühlen; schließlich gelten diese als Wahrzeichen von Mykonos.
Eindeutige Hauptattraktion auf der Insel Mykonos aber sind die unzähligen Strände. Die schönsten und beliebtesten Strände befinden sich an der Südküste - die meisten der hier befindlichen Strände wurden mit der sogenannten "Blauen Flagge" ausgezeichnet und sind sauber, klar und rein. Wer einen besonders ruhigen Strand sucht, sollte sich zum Strand von Elias begeben. Dieser FKK-Strand befindet sich etwa zehn Kilometer von der Hauptstadt entfernt und beeindruckt mit seinen seichten Buchten. Ganz in der Nähe befindet sich übrigens auch der bekannte Wasserpark von Mykonos.
Weiterhin ist Mykonos bekannt für seine zahlreichen Kirchen und Klöster - etwa 70 dieser Gotteshäuser findet man über die ganze Insel verstreut. Eines der Highlights und ein beliebtes Fotomotiv ist die Marienkirche Panagia Paraportiani in Mykonos Stadt.
Erreichen kann man Mykonos bequem mit einer der Fähren, immerhin verfügt die Insel über den größten Fährhafen in der Ägäis. Von hier aus ist es kein Problem, zu den Nachbarinseln Paros oder Naxos zu gelangen - in der Hauptsaison verkehren die Fähren mehrmals täglich. Übrigens kann man von Mykonos aus nicht nur mit einer Fähre auf eine der Nachbarinseln gelangen, auch die Fahrt mit dem Katamaran ist durchaus beliebt. Dieses Gefährt ist um einiges schneller als eine Fähre, allerdings ist der Fahrpreis auch dementsprechend höher.

Naxos

Auch die Insel Naxos sollte man während des Inselhoppings nicht versäumen. Längst nicht so bekannt wie Mykonos, handelt es sich bei Naxos dennoch um die größte Insel der Kykladen - immerhin etwa 430 Quadratkilometer ist diese groß. Natürlich findet man auch hier ausgedehnte Strände - die schönsten Strände, die in der Hauptsaison gut besucht sind, befinden sich im Westen von Naxos. Je weiter man sich nach Süden begibt, desto einsamer werden die Strände. Wer also Ferien fernab des Massentourismus verleben möchte, sollte sich in den Süden der Insel Naxos begeben. Viele der Strände auf Naxos sind nur über riesige Sanddünen zu erreichen - wer einen längeren Aufenthalt auf Naxos plant, kann sich eine Enduro mieten und erreicht so die Strände schneller und vor allem bequemer. Die meisten der Strände auf Naxos übrigens fallen seicht ab und sind somit auch ideal für Familien mit Kindern geeignet. Doch auch Wassersportler kommen auf Naxos auf ihre Kosten - als echter Geheimtipp insbesondere für Surfer gilt die Bucht von Plaka.
Im Zentrum der Insel wiederum findet man einige hübsche Bergdörfer, die ebenfalls auf dem Urlaubsplan stehen sollten. Hier erhält man als Tourist einen guten Einblick in das Leben der Einheimischen. Mittelpunkt des touristischen Lebens auf Naxos aber ist die Inselhauptstadt, Chora genannt. Hoch über dieser Stadt befindet sich eine mittelalterliche Festung, die auch Kastro genannt wird. Diese Sehenswürdigkeit sollte man sich bei Ferien auf der Insel keinesfalls entgehen lassen. Ein weiteres berühmtes Monument in Chora ist Portara, ein gigantisches Tor, welches etwa im 6. Jahrhundert errichtet wurde. Bereits bei der Anfahrt gen Chora mit der Fähre kann man dieses gut erkennen, denn das Tor liegt unmittelbar am Hafen. Weiterhin ist das Archäologische Museum in Chora einen Besuch wert und sollte nicht nur von kulturell interessierten Besuchern besichtigt werden. Allein ein Spaziergang durch die verwinkelten und engen Gassen der Altstadt ist jedoch auch schon ein beeindruckendes Erlebnis.
Naxos ist bekannt für sein mildes Klima und einen großen Wasserreichtum. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass auf dieser Insel eine üppige Vegetation gedeiht, was Naxos auch den Beinamen "die glückliche Insel" einbrachte. Mandeln, Feigen, Zitrusfrüchte und Datteln werden hier in großen Mengen angebaut.
Von der Nachbarinsel Paros ist Naxos nur durch eine schmale Meerenge getrennt - somit bietet es sich an, auch diese im Rahmen des Inselhopping zu besuchen.

Paros

Da Paros sich im Zentrum der Kykladen befindet, wird auch diese Insel im Rahmen des Inselhopping gerne besichtigt. Paros befindet sich etwa auf halbem Wege zwischen Athen und Santorini. Von Piräus aus ist man mit der Fähre etwa fünf Stunden unterwegs und hat somit genügend Zeit, sich ein wenig auf dem Meer zu entspannen. Berühmt ist diese Insel hauptsächlich für den strahlend weißen Marmor, aus dem etliche Bauwerke errichtet wurden und der noch heute hier abgebaut wird.
Hauptort dieser Insel ist Parikia. Die meisten Besucher zieht es in diesen Ort, denn hier befindet sich die vielleicht schönste Kirche in ganz Griechenland. Katapoliani beziehungsweise "Kirche der 100 Tore" wird dieses Gotteshaus, welches vor allem durch den weißen Marmor bekannt ist, auch genannt. Angeblich wurde die Kirche von demselben Architekten geplant, der auch an der bekannten Hagia Sofia mitwirkte. Neben dieser Kirche sind vor allem das Archäologische Museum, aber auch der sogenannte Antike Friedhof sehr sehenswert. Hierbei handelt es sich um eine Ausgrabungsstätte, die etwa aus dem Jahr 700 vor Christus stammt. Gräber, Sarkophage und Urnen kann man hier zuhauf entdecken. Neben der Hauptstadt von Paros lohnt auch ein Besuch von Marpissa, welches für seine venezianische Festungsanlage bekannt ist.
Mit einer Küstenlänge von etwa 120 Kilometern eignet sich die Insel Paros aber auch bestens für einen entspannten Badeurlaub. Traumhafte Badestrände, aber auch einsame kleine und abgelegene Buchten findet man auf der Insel zuhauf.
Auch für seine unzähligen Klöster ist Paros bekannt. Das bekannteste Kloster nennt sich Longovardia und wird von Touristen gerne besucht. Da eine komplette Straße die Insel einmal umrundet und diese somit sehr gut erschlossen ist, kann man Paros recht gut erkunden. Ein Mietwagen bietet sich hier allerdings an.

Antiparos

Südwestlich von Paros befindet sich die kleine Insel Antiparos, die ebenfalls im Rahmen des Inselhopping besucht werden kann. Von der Landschaft her ist Antiparos Paros nicht unähnlich, allerdings ist diese Insel bedeutend ruhiger. Wer also einen entspannten Urlaub fernab des Massentourismus verleben möchte, ist auf Antiparos bestens aufgehoben.
Seine Zeit nur faul am Strand zu verbringen, wäre jedoch auf Antiparos reine Zeitverschwendung, denn auch hier gibt es einige interessante Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Besonders die Natur hat hier etliche Highlights geschaffen, beispielsweise die Tropfsteinhöhlen. Diese befinden sich in einer Höhe von 300 Metern und sind eigentlich nur mit dem Bus zu erreichen. Sonst gibt es auf dieser ruhigen und beschaulichen Insel kaum Verkehr - entspannten Ferien steht hier also nichts mehr im Weg.

Amorgos

Eine eher unbekannte Kykladeninsel ist Amorgos. Diese ist von Naxos nur einen Katzensprung entfernt und wird daher von hier aus gerne als Tagesausflug gebucht. Nähert man sich dieser Insel mit dem Schiff, erkennt man bereits die zahlreichen typischen weißen Häuser, die hier eindrucksvoll an den Hügeln gebaut wurden. Auf dieser Insel kann man Griechenland wie aus dem Bilderbuch kennenlernen. Traditionelles Leben verbunden mit landestypischen Bauten erkundet man auf Amorgos am besten während einer Eselstour. Solch ein Ausflug mit den Eseln der Insel dauert etwa ein bis zwei Stunden und entführt den Urlauber zu den schönsten Flecken der Insel. Meist werden diese Touren in den Abendstunden abgehalten, wenn es sich etwas abgekühlt hat. Mit etwas Glück kommt man so nicht nur in den Genuss traumhafter Panoramasichten, sondern erlebt sogar den Sonnenuntergang. Für alle Romantiker ist dies ein ganz besonderes Erlebnis.

Santorini

Santorini ist eine Insel vulkanischen Ursprungs - daher sind die meisten der hier befindlichen Strände schwarz. Im Sommer kann dieser Sand unangenehm heiß werden - für einen Badeurlaub ist diese Insel daher nur bedingt geeignet, dennoch sollte man einen Besuch Santorinis nicht versäumen. Vor allem Naturliebhaber werden begeistert sein, denn noch heute kann man einige der Vulkane auf Santorin besichtigen. Plant man eine Besteigung eines der Vulkane, sollte man sich allerdings in die Hände eines ortskundigen Führers begeben. Ebenfalls ein beliebtes Ziel für eine Wanderung ist der Leuchtturm am Kap Akrotiri. Dieser befindet sich in einer Höhe von 110 Metern und bietet bei schönem Wetter einen traumhaften Panoramablick bis zur Insel Kreta.
Viele Touristen entscheiden sich von Santorin aus ebenso für einen Ausflug auf die benachbarte Vulkaninsel Nea Kameni. Hier kann man unter sachkundiger Führung einen Vulkan besteigen. Festes Schuhwerk ist jedoch ein absolutes Muss, denn der Aufstieg wird von etlichen losen Steinen gesäumt. Hat man nach einiger Anstrengung den Kraterrand erreicht, kann man einige Schwefeldämpfe aufsteigen sehen. Nach der Besichtigung dieses Vullkans kann man sich gut zur Nachbarinsel Palea Kameni begeben und hier in den heißen Quellen entspannen.
Santorin kann man gut mit dem Flugzeug erreichen, denn die Insel verfügt über einen eigenen Flughafen, weitaus schöner aber ist die Anreise mit dem Schiff. Das Meer vor Santorin wird gesäumt von meterhohen Kraterwänden - wahrlich ein recht imposanter Anblick. Eines der schönsten Erlebnisse während des Inselhüpfens in Griechenland ist die Einfahrt in den Hafen von Fira. Hier fährt man direkt in die 270 Meter hohe Klippe eines erloschenen Vulkans hinein - ein schöneres Fotomotiv kann man sich wohl nicht vorstellen.

Ios

Eine weitere Kykladeninsel ist Ios. Diese ist hauptsächlich bei jüngeren Urlaubern und Partygängern beliebt, denn hier tobt das Leben. Wer diese ausgedehnten Partys umgehen möchte, sollte Ios in der Hauptsaison meiden und lieber in der Nebensaison nach Ios reisen. Kulturell interessierte Touristen wird Ios vor allem deshalb interessieren, weil sich hier angeblich das Grab des Homer befindet. Auch gibt es der Legende nach insgesamt 365 Kirchen und Kapellen - ebenso viele, wie das Jahr Tage hat.
Erreichen kann man Ios nur mit der Fähre oder dem Katamaran, über einen eigenen Flughafen verfügt Ios nicht.

Delos

Allen kulturell interessierten Touristen ist die Insel Delos bedingungslos zu empfehlen, denn bei dieser handelt es sich eigentlich um eine riesige Ausgrabungsstätte. Diese gilt als Geburtsort von Apollon und Artemis und wurde nicht umsonst in die Liste der UNESCO aufgenommen. Von den meisten anderen Inseln an der Ägäis kann man einen Tagesausflug nach Delos buchen - übernachten kann man auf dieser Insel jedoch nicht.

Urlaub mit Inselhopping ist anders

Man sieht also: Jeder der kykladischen Inseln hat ihren eigenen Reiz und lohnt eine Entdeckungsreise. Aus diesem Grund sollte man versuchen, während des Inselhüpfens möglichst viele Inseln kennenzulernen. Die meisten Veranstalter versuchen, ein möglichst vielfältiges Angebot zu offerieren, damit man möglichst viele Eilande kennenlernen kann.
Übrigens werden auch Radreisen auf den einzelnen Kykladeninseln angeboten - sicher eine ganz besondere Art für sportlich aktive Touristen, diese Inseln gut kennenzulernen.
Zu guter Letzt sollten auch die kulinarischen Genüsse auf den griechischen Inseln nicht unerwähnt bleiben. Geprägt wird die Küche des Landes von der typisch mediterranen Küche. Schafskäse, Oliven, Tomaten sowie natürlich fangfrischer Fisch stehen auch auf den Kykladeninseln auf jeder Speisekarte. Urlauber werden in den typischen griechischen Tavernen mit offenen Armen empfangen - immerhin sind die Griechen bekannt für ihre Gastfreundschaft.