Kykladen

Man nennt die Kykladen heute die "weißen Inseln" weil die Dörfer, die in der berühmten Kykladenarchitektur gebaut sind, strahlendweiß in der kargen Landschaft leuchten. Dadurch entseht eine faszinierender Kontrast zu dem tiefen Blau des Meeres. Alle Inseln der Kykladen sind Felseninseln deren höchster Punkt mit 1003 m der Oxia auf Naxos ist. Wegen Ihres lieblichen Klimas und der hohen Fruchbarkeit waren sie schon im Altertum berühmt. Aber schon in der späten Römerzeit hatte sich alles geändert. Die Bäume waren für den Schiffbau gerodet worden und die Inseln waren kahl. Heute haben die Inseln zum großen Teil kaum noch Bäume. Aus diesem Grund sind die Kykladen sehr wasserarm, kahl und verbrannt. 

Das trockene, heiße Klima im Sommer wird durch den stetigen Wind gemildert. Die Kykladen liefern Wein,Öl, Baumwolle, Seide, Südfrüchte Honig usw. Die vielen sonnigen Tage und die berühmten Sandstrände sind die Voraussetzung und der Grund für unvergessliche Ferien. Die Fahrt zu den Kykladen ist durch die häufigen Verbindungen mit Fähren von Piräus, Rafina und Lavrio sowie die Flugverbindungen zwischen Athen und Mykonos, Paros, los, Santorin, Naxos und Syros überhaupt kein Problem. Auf vielen Inseln landen auch Internationale Flugzeuge die die Touristen aus allen Ländern Europas auf die Kykladen bringen.

Die Kykladen sind die größte und malerischste der griechische Inselgruppe. Ein schönes Beispiel dafür ist die Insel Mykonos. Die Gruppe der Kykladen liegt mitten in der Ägäis und ist geologisch ein Ausläufer von Euböa und Attika. Die Kykladen bestehen aus ca. 2.200 Inseln, Inselchen, Felseninseln und Felsen, Von den Kykladen sind 33 bewohnt. Gemeinsam bilden die Inseln der Kykladen einen Kreis um die Insel Delos. Delos tauchte nach der Mvthologie aus den Wellen auf, um der Geburtsort Apollos zu werden. Wie könnte es für den Gott des Lichtes einen besseren Ort geben, einen Ort, auf dem es mehr Licht gibt als auf den Kykladen?

Seit dem Neolithikum wohnen Menschen auf den Inseln in der Ägäis. Die Blüte der Kykladen begann im 3. Jahrtausend v.Chr., als sich die berühmte Kykladenkultur ausbildete. Die Kykladenkultur ist älter als die minoische Kultur, die sich später parallel dazu auf Kreta entwickelte. Die Kultur der Kykladen brachte bedeutende künstlerische Schöpfungen hervor, zu denen die herrlichen Kykladenidole gehoren (kleine Statuetten von Menschen).

Die Minoer machten sich im Jahrtausend v.Chr. zu den Herrschern über die Kyladen und gründeten auf Milos und Santorin Kolonien. Den Minoern folgten gegen 1450 v.Chr. die Mvkener und um 1100 v.Chr. die Dorer. Im 10. Jh. v.Chr. traten die Ionier in Erscheinung auf den Kykladen und sie machten im 7. Jh. v.Chr. Delos zu ihrem religiösen Zentrum. 490 v.Chr. trafen die Perser auf die Kykladen. Die Inseln wurden später nacheinander vom den Makedonen, den Rhodiern und den Römern erobert.

Die byzantinische Zeit auf den Kykladen begann 395 n .Chr. und dauerte etwa 800 Jahre. In dieser Zeit wurden auf den Inseln der Kykladen viele byzantinische Kirchen erbaut. Die Herrschaft der Byzantiner war aber so locker, daß die Inseln zeitweilig auch von den Goten, den Slaven und den Normannen besetzt wurden. Über viele Jahre hindurch waren die Kykladen ein Schlupfwinkel der Piraten die in der Ägäis ihr unwesen trieben.

Ein für die Kykladen bedeutender Zeitabschnitt begann 1204 mit der Herrschaft der Venezianer. Die Venezianer blieben mehr als 300 Jahre auf den Inseln und hinterließen deutliche Spuren. Die meisten der Festungen und Türme, die sich bis heute erhalten haben, sind Bauten der Venezianer. Die Türken unter Chaireddin Barbarossa eroberten 1.534 die Inseln. Viel der Kykladeninseln nahmen an den Befreiungskärnpfen teil. 1832 wurden die Kykladen mit Griechenland vereinigt