Urlaub in Georgioupolis

Glasklares Wasser glitzert in der Sonne, kilometerlange Sandstrände ziehen sich am Meer entlang, riesige Eukalyptusbäume spenden kühlenden Schatten, eine romantische Bootstour auf dem Almiros-Fluss zeigt Einblicke in die vielfältige Landschaft, während das abendliche Zirpen der Grillen den Spaziergang zu einer typischen Taverne begleitet.

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Chersonissos

Früher lebte man vom Fischfang, heute von der Jugend im Urlaub

Der ehemals kleine und schläfrige Fischerort Chersonissos (Limenas Chersonisou: „Hafen der Halbinsel") an der Nordküste Kretas gut 26 Kilometer östlich der kretischen Hauptstadt Iraklio hat in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung zur Destination für den internationalen Massentourismus auf Kreta mitgemacht. Über 26.000 Einwohner kann die Kleinstadt inzwischen vorweisen,

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Urlaub in Paleochora

Die größte griechische Insel Kreta ist längst schon zu einem der Lieblingsurlaubsziele sonnenhungriger Bewohner der Regionen nördlich der Alpen geworden. Einer der bei Individualtouristen beliebtesten Kreta-Urlaubsorte ist das Ende der 1960er Jahre von zivilisationsmüden Hippies als idealer Platz zum Entspannen und Träumen entdeckte Kleinstädtchen Paleochora. Der knapp 2500 Einwohner zählende Ort erstreckt sich auf einer 700 m langen und 400 m breiten Halbinsel an der Südwestküste Kretas ungefähr 75 km südlich der zweitgrößten Inselmetropole Chania. Die Halbinsel gilt als der sonnenreichste Fleck von ganz Kreta.

Die Bewohner des von Einheimischen und Freunden liebevoll „Pale" genannten Städtchens haben sich im Lauf der Jahrzehnte auf die Gäste eingestellt, die bei ihnen Urlaub machen möchten, und eine ausgezeichnete touristische Infrastruktur geschaffen. Dabei haben Ort und die von Olivenhainen und Tomatenfeldern geprägte Umgebung aber nicht ihre Authentizität verloren, sondern bieten griechischen Urlaub pur jenseits der großen Massentourismus-Ströme.

Paleochora kann auf eine wechselvolle Historie zurückblicken. Wahrscheinlich stand die Ortsentstehung mit dem Bau eines von Venezianern errichteten Kastells im 13. Jahrhundert in Verbindung. Mehrmals im Lauf der von Eroberungen und Rückeroberungen geprägten Geschichte der Insel wurde das kleine Dorf zerstört. 1866 erhoben sich die Kreter gegen die osmanische Herrschaft. Ein britisches Kriegsschiff evakuierte die damals in die Kampfhandlungen einbezogene Ortschaft und brachte 340 Frauen und Kinder in Sicherheit. Dieses humanitäre Engagement führte zu erheblichen diplomatischen Verstimmungen zwischen Downing Street und der Hohen Pforte. Im Zweiten Weltkrieg, während der Schlacht um Kreta (1941), war Paleochora Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen deutschen und griechischen Truppen. Die deutschen Sieger machten den Ort in Folge zum Standort von Küstengeschützen.

In den 1950er Jahren zogen viele Familien von dem 35 km südlich von Paleochora liegenden Inselchen Gavdos im Rahmen eines staatlichen Landvergabe-Programms in den Ort. Hier prägten sie einen Teil des pittoresken Stadtbildes durch die Anlage des Gavdos-Viertels mit seinen im Gavdos-Stil erbauten Bruchsteinhäusern, die alle eine Grundfläche von vier mal sieben Meter haben. Das Stadtbild wird wesentlich von der eine Besichtigung unbedingt werten Ruine des venezianischen Kastells Selinou beherrscht. Von dem hochgelegenen martialischen Bauwerk hat der Besucher einen phantastischen Panoramablick über die Halbinsel und das Libysche Meer. An der Strandpromenade bietet sich ein ähnlicher Blick. Hier steht auch das originelle Metall-Denkmal „The Traveller". Ein Australier hat Paleochora das einen auf einem Esel reitenden Touristen darstellende Kunstwerk 1992 aus Dankbarkeit für die herzliche Gastfreundschaft gestiftet, die er hier während der Hippieziet erfahren durfte.

Das Badeleben spielt sich an drei Stränden ab. Der Weststrand ist ein reiner Steinstrand mit recht großen Rundsteinen, die Barfußlaufen zu einer sportlichen Herausforderung werden lassen. Aber wer diese Herausforderung annimmt und sich bis ins Wasser vorarbeitet, wird mit einem der schönsten Schnorchelreviere Kretas belohnt. In glasklarem Wasser bezaubern Schwärme von bunten Fischen und Kolonien schwarz-orange leuchtender Krebse den Taucher. Unweit des Steinstrandes, in der Nähe des unauffälligen Hafens, kann unter Sonnenschirmen an einem kleinen Kieselstrand gedöst werden. Klassisches Strandleben entfaltet sich am an der Ostbucht der Landzunge gelegenen, mehrere hundert Meter langen Sandstrand mit Sandburgen und Strandcafés. In der unmittelbaren Umgebung von Paleochora warten mehr als ein Dutzend weiterer, oft versteckter Strände auf Besucher. Berühmt sind die per Boot von Paleochora aus zu erreichenden, etwa zehn Kilometer entfernten Strände von Elafonissi, die die verheißungsvolle Bezeichnung „Malediven Kretas" führen.

Zum Urlaub in Paleochora gehören auch spannende Ausflüge. Sehr empfehlenswert ist zum Beispiel eine Bergpfad-Wanderung von Azogirsi zum Küstenort Anidri, an Klosterruinen vorbei und am Wasser wieder nach Paleochora zurück führend. Unvergesslich ist auch ein Ausflug nach Gavdos, der südlichsten Insel Europas mit ihren winzigen Orten. Der Besuch der etwa 20 km östlich liegenden Samarai-Schlucht stellt eigentlich ein Muss bei einem Urlaub in dieser Gegend dar. Die bis zu 1200 m tiefe und mit 17 km Länge zu den gewaltigsten Schluchten Europas zählende Samaria ist zwar eine der Haupt-Touristenattraktionen Kretas, zeichnet sich aber dennoch durch raue Ursprünglichkeit aus. Eine Wanderung durch die gigantische Schlucht ist anstrengend, gehört aber sicher zu den Erlebnissen im Urlaub, die wohl immer im Gedächtnis bleiben.

Unterkunft kann der Paleochora-Gast in einem kleinem Hotel und zahlreichen meist einfachen, aber gemütlichen Ferienwohnungen finden. Der recht abgeschieden liegende Ort, der per Auto oder Bus von Chania erreicht werden kann, bietet ausreichend Einkaufsmöglichkeiten, um sich mit dem für einen Urlaub Notwendigen zu versorgen. Es gibt einige, meist kleine Supermärkte, einige Bäcker und Apotheker, drei Bankfilialen und eine Postagentur. Das gastronomische Angebot umfasst Tavernen, Cafenias und zwei Pizzerias. Vor Ort können Mopeds und Mietwagen ausgeliehen werden. Das Preisniveau in dem durch angenehme Unaufdringlichkeit und freundliche Entspanntheit geprägten Städtchen orientiert sich verglichen mit anderen griechischen Urlaubsorten eher am unterem Bereich.