Griechenland und das Gold

Griechenland könnte zum größten Goldproduzenten Europas aufsteigen. Allerdings spaltet das Milliardenprojekt eine ganze Region im norden Griechenlands. Dort will der kanadische Bergbaukonzern das dritte Minenprojekt in der Region umsetzen. Die Bewohner des kleinen Ortes Palaeochori sind von der Idee begeistert. Hat doch der Goldabbau in den Bergen dem Ort schon jetzt einen gewissen Wohlstand gebracht. Hier steigen die Einkommen und die Arbeitslosigkeit nimmt ab - im Gegensatz zu ganz Griechenland.

Wenn die Produktion startet wird Griechenland jährlich 12 Tonnen Gold produzieren und damit zu einem der größten Goldproduzenten Europas werden. Aber der Jubel ist in Griechenland, besonders in den Küstennahen Orten der Region zurückhaltend. Besonders wegen der möglichen Umweltzerstörung in den von Touristen beliebten Küsten kämpfen Umweltaktivisten dagegen.

Die alte konservative Regierung hat dem Unternehmen alle Unterstützung zugesagt. Tsipras hat Genehmigungen für die Mine widerrufen. Ein Gericht hat mit einer einstweiligen Verfügung aber dafür gesorgt, dass die Arbeiten weitergehen.

Die Umweltschützer haben einen guten Grund, gegen die Pläne der Gesellschaft vorzugehen. Der Konzern will über 300 Hektar Wald im fraglichen Gebiet roden. Mit dem Wald wird aber auch die vielfältige Vegetation vernichtet die vielen Tieren Lebensraum bietet. Hellas-Gold sagt, die Bäume werden nachwachsen, sobald die überirdischen Arbeiten abgeschlossen sind.

Die Region profitiert von von 2 Millionen Steuereinnahmen jährlich und auch Griechenland könnte damit viel Steuern einnehmen. Aber die Gegner sind nicht überzeugt. Und je näher man an die Küste kommt, desto mehr Gegner gibt es. Dort leben die Menschen nämlich von der intakten Natur. Bauern, Fischer Hotel- und Restaurant Besitzer fürchten die Auswirkungen der Umweltzerstörung..

Die Hauptstadt der Region, Ierissos, ist der Zentrum des Widerstands. Hier hat in der Antike Aristoteles gelebt. Auch der Bürgermeister gehört zu den Gegnern der Minen. Die neue Mine wird Böden, Grundwasser und Meer irreparabel schädigen so der Bürgermeister. Damit wird auch die Gesundheit der Menschen aufs Spiel gesetzt. Der Riss geht quer durch die Gesellschaft. Bisher hat der Konflikt Familien und Freundschaften zerstört.

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