Griechenland, die Inseln

Kreta und Rhodos. Das sind wohl die ersten Namen, die einem in den Sinn kommen, wenn man an die Inseln Griechenlands denkt. Dabei gibt es neben diesen bekannten Touristenmagneten auch ruhige und nicht so überlaufene Orte, wo man sich als Besucher sowohl am Strand bräunen, als auch in der hügeligen Landschaft die griechische Kultur hautnah erleben kann.

Egal ob geschichtlich Interessierte oder partybegeisterte Urlauber: Die Vielfalt der griechischen Inseln bietet für jeden das perfekte Reiseziel. Hier sind 8 Gründe, warum Griechenlands Inseln immer einen Besuch wert sind.

Santorin - für Romantiker und Tierliebhaber

Santorin, mit der Hauptinsel Thira, ist die wohl bekannteste Insel der Kykladen. Die schneeweißen Dörfer und Häuserfassaden dürften wohl vielen Menschen an die unterschiedlichsten Postkarten erinnern, doch die wirkliche Faszination, die diese eine von Griechenlands Inseln verbreitet, reicht weit über diese ungewöhnliche Baukunst hinaus.

Wer auf Santorin die Umgebung entdecken will, muss über 250 Stufen überwinden, um die eigentliche Stadt zu erreichen. Tatsächlich hat man als Tourist die Auswahl, ob man diese Strecke zu Fuß zurücklegen will, oder sich auf den Rücken eines Esels begibt, der einen zuverlässig nach oben trägt. Dabei findet er von ganz alleine den Weg und anfängliche Skeptiker werden von dieser Methode spätestens dann überzeugt sein, wenn sie die atemlos nach Luft schnappenden Menschen sehen, die den Fußweg gewählt haben.

Oben angekommen lohnt sich die Aussicht allemal. Mehrere Hundert Meter über dem Meer hat man einen atemberaubenden Ausblick über das glasklare Wasser und wer genügend Zeit mitbringt, sollte den einzigartigen Sonnenuntergang auf Santorin auf keinen Fall verpassen.

Mykonos - Griechenlands Insel der Party's

Wer, anstatt den Tag ruhig ausklingen zu lassen, diesen lieber mit lauter Musik und Tanz verabschiedet, ist auf Mykonos genau richtig. Dabei finden die unzähligen Partys nicht nur in Clubs oder Bars statt, sondern auch an den Sandstränden der Insel. Nach Mykonos kommen abends Besucher aus ganz Griechenland, da die Insel bestens durch eine Fähre erreichbar ist, um gemeinsam zu feiern.

Von allen Inseln Griechenlands ist diese eine der wenigen, die die Nacht zum Tag macht. Ein Highlight ist der, dort bereits gut bekannte Pelikan, der Ihnen auf der Insel früher oder später über den Weg laufen wird und auch Gästen gerne mal in Restaurants Gesellschaft leistet.

Korfu - ein Ort für Hobbyhistoriker und Naturfans

In der Nähe der albanischen Küste gelegen, wird diese Insel auch "Grüne Insel" genannt, da sie die unterschiedlichsten Baumarten beheimatet. Bereits in der Steinzeit war dieser Teil Griechenlands besiedelt, aber auch sonst ist Korfu geschichtlich geprägt. Homer schrieb in seiner Odyssee von einem Ort, der diesem gleicht und von unglaublichem Reichtum geprägt sein soll.

Auch heute gehört die Insel zu den wohlhabenderen Orten des Landes. In der Vergangenheit ließen sich reiche Persönlichkeiten wie beispielsweise die Kaiserin Elisabeth von Österreich, genannt Sisi, hier einen Palast bauen, den man heute ebenfalls besichtigen kann und der an prachtvoller Architektur und Verzierungen kaum zu übertreffen ist.

Mit seiner Flora und Fauna unterscheidet sich Korfu merklich von den restlichen Inseln Griechenlands, das Klima ist weniger mediterran und man muss nicht lange laufen, um sich in der grünen Natur wieder zu finden. Wer also Abstand von Griechenlands Inseln sucht, ist hier genau richtig.

Kreta - Touristenmagnet Nummer eins

Die größte von Griechenlands Inseln ist gleichzeitig auch der erste Ankunftsort für Touristen aus aller Welt. Von West nach Ost zieht sich eine Gebirgskette, die Kreta in einen Süd- und Nordteil trennt. Die Nordküste bildet die Haupttouristenregion und lädt zum Baden und Entspannen ein.

Hier befinden sich die meisten Hotels, in denen sich die Gäste rundum verwöhnen lassen können. Egal ob ein Tag am Pool oder am Meer, Ihnen wird es dort an nichts fehlen. Sonne, Strand und Meer, was will man mehr? Ein Auslug in eins der vielen Naturschutzgebiete oder Fischerdörfer der Insel bietet Abwechslung vom stundenlangen Entpannen. Hier kann man die Flora und Fauna der Insel entdecken und die heimische Kultur besser kennenlernen.

Beim Anblick des kleinen Ortes Rethymnon muss man unweigerlich an die Stadt Venedig denken, der die Kanäle und Gebäude nachempfunden sind. Im Gegensatz zu anderen Inseln Griechenlands gibt es auf Kreta mehrere größere Städte wie beispielsweise Heraklion, die zum Flanieren und Einkaufen einladen, oder mit einem Museumsbesuch locken.

Geschichte kann man aber auch hautnah auf Kreta erleben. Im Norden, ganz in der Nähe der Hauptstadt, findet man den berühmten Palast von Knossos, einer von mehr als vier Palästen auf der Insel. Für Touristen ist dieser jedoch besonders interessant, da es sich um Palast des Königs Minos handelt, der eng mit der Sage um Theseus und dem Minotaurus verbunden ist.

Auf dieser größten aller Inseln Griechenlands, beginnt das Herz eines jeden geschichtsinteressierten Besuchers höher zu schlagen. Obwohl Kreta gut besucht ist, lassen sich hier trotzdem Orte der Ruhe und Einsamkeit finden, weit ab vom Trubel der anderen Touristen.

Patmos - Pilgerstätte für Menschen aus aller Welt

Griechenlands Inseln bieten nicht nur Badespaß und Kultur, sondern stehen teilweise auch sehr im Zeichen der Religion. Die Insel Patmos, die zum staatlichen Heiligtum ernannt wurde, beherbergt kaum Touristen, da die Genehmigung für einen Hotelbau dort nicht sehr einfach zu bekommen ist.

Wer jedoch trotzdem einen Platz in einem Hotel dieser Insel Griechenlands findet, oder für einen Tagesausflug vorbeischaut, wird mit einem Besuch im berühmten Johannes-Kloster belohnt, welches im Jahr 1088 auf den Ruinen eines Artemis Tempels gebaut wurde und mit seiner alten Bibliothek mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Die dort gelegene Johannes-Grotte gilt als wichtiges Heiligtum der griechisch-orthodoxen Kirche. Die meisten Besucher dieser Insel sind deswegen Pilger, doch auch Strandliebhaber werden auf Patmos einen Platz zum Baden finden.

Skiathos - Strände, soweit das Auge reicht

Obwohl diese Insel Griechenlands kaum bekannt ist, große Touristenmassen vergeblich zu suchen sind und sie mit ihrer Größe von 50 Quadratkilometern zu den kleineren von Griechenlands Inseln gehört, ist sie ein absolutes Muss für jeden badebegeisterten Urlauber. 65 unglaubliche Sandstrände laden jeden Besucher zum Schwimmen im kalten Nass ein und bieten Erholung von der Hektik der anderen Inseln Griechenlands.

Auch Abenteurer kommen hier auf ihre Kosten: Viele der kleinen Buchten und Strandabschnitte sind versteckt und unzugänglich, dafür erreicht man vielleicht am Ende aber ein schönes Plätzchen, wo noch nie jemand zuvor gewesen ist. Skiathos ist für alle, die ein Ziel für einen Tagesausflug von einer der anderen Inseln Griechenlands suchen der perfekte Ort, weitab vom Trubel der Touristenorte.

Rhodos - der Koloss von Griechenlands Inseln

Rhodos ist wie viele andere Inseln Griechenlands sehr gebirgig, zählt aber mit über 3000 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnigsten Regionen in Europa. Da der Tourismus hier die Haupteinnahmequelle ist, finden Besucher hier sowohl Bars und Clubs, als auch sehr luxuriöse Hotels.

Man sagt nicht um sonst, dass Griechenlands Inseln voller Geschichte sind, denn auch auf Rhodos findet man als Besucher viele Sehenswürdigkeiten und Bauwerke aus der Vergangenheit. Ein Beispiel dafür ist die, in der Antike erbaute Akropolis, in der Stadt Lindos, aber auch die Kirchen der Insel sind sehenswert.

Das größte Highlight bildet allerdings für Hobbyarchäologen die Suche nach dem sagenumwobenen Koloss von Rhodos, einem der Sieben Weltwunder. Bis heute ist der genaue Standort nicht bekannt, Touristen aus aller Welt kommen jedoch jedes Jahr nach Rhodos, um hier und da im Sand zu graben, in der Hoffnung den Fund ihres Lebens zu machen.

 

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Donnerstag, 22. Juni 2017

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